Erwin Stubenvoll verstorben
Wie ein Lauffeuer verbreitete sich die Nachricht, dass Erwin Stubenvoll, ein Hahnbacher „Urgestein“, nach kurzer schwerer Krankheit am 1. Juli verstorben ist

Weit über den Hahnbacher Raum hinaus war er als agiles Ehrenmitglied der Wasserwacht und des Bayrischen Roten Kreuzes bekannt und beliebt.
Seine Ehrungen und Auszeichnungen reichen von über 70 Jahre Mitgliedschaft, vielfältigen Verdiensten und Leistungsehrungen bis hin zum „Ehrenzeichen in Gold“ des BRK.
Man kannte und schätzte ihn überall als immer gut gelaunten, aufgeschlossenen, großherzigen, versierten und zupackenden Mann.
Erwin Stubenvoll wurde 1940 in Sorghof seinen Eltern Georg und Maria geboren. Nach seinem Schulbesuch lernte er Landmaschinenmechaniker in Vilseck, kam dann zum Fernverkehr und schließlich bis zur Rente zur Standortverwaltung nach Amberg.
Dazwischen lagen 18 Monate Wehrdienst bei der Bundeswehr und eine unvergessliche Kirchweih in Schönlind.
Dort nämlich lernte er seine spätere Ehefrau Resi Ertl aus Süß kennen und lieben. Hochzeit feierten sie am 24.6.1961 und drei Mädchen Heidi, Anita und Silvia schenkten sie das Leben. Schon trauern um ihn auch die Enkel Simone, Simon und Sophia.
Gerne kamen alle immer wieder im Haus im Kellerweg 23 zusammen, das Erwin Stubenvoll mit viel Eigenleistung gebaut hat. Einen Handwerker, betonte Erwin stets nicht ohne Stolz, habe er für Haus und Hof noch nie gebraucht.
Zwar „bremste“ ihn vor einem Jahr ein Schlaganfall, doch „aufgeben war für ihn nie eine Option“. Tapfer versuchte er auch weiterhin „am Ball zu bleiben“.
Seine größte Leidenschaft galt der Wasserwacht. Am 1.1.1952 war er in Sorghof der Wasserwacht beigetreten und kaum nach Hahnbach gezogen, wurde er auch schon deren stellvertretender Vorsitzender und dann 20 Jahre lang ihr rühriger erster Vorstand.
Als Ehrenvorsitzender besuchte er weiterhin gern deren Veranstaltungen, vom Winterschwimmen bis hin zu Zeltlagern und Vereinstreffen.
Erwin Stubenvoll war auch noch interessiertes Mitglied bei der Freiwilligen Feuerwehr, dem VdK, dem Siedlerbund, den Markbläsern und der CSU in Hahnbach.
Suchte man den rührigen Senior, so fand man ihn oft in seinem Garten oder gar auf Weltreise. Dabei sah er die Welt mit einem bestimmten Blickwinkel einer Anteilnahme, die von Herzen kam.
So war er unter anderem in Armenien, um vier Wochen lang Häuser für Erdbebenopfer zu errichten oder mit den „Runa Masis“, einer örtlichen „Hilfe zur Selbsthilfe“, zu deren Projekten in Bolivien.
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