Alt werden Zuhause in Hahnbach

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Jubiläumsfeierlichkeiten zu 111 Jahre KBV Hahnbach eröffnet

111 Jahre feiert der Katholische Burschenverein Hahnbach. Nur halb so alt ist der Musikkabarettist Chris Böttcher, der mit seinem Programm „Das Beste“ die Auftaktveranstaltung in der „Hahnbacher Olympiahalle“ beste Unterhaltung bot. Grimassen schneidend, Fuß wippend, reimend, haarscharf an Zweideutigkeiten nur knappst oder bewusst gar nicht vorbei und urkomisch persiflierte der Münchner BR-Moderator ungeniert echte und vermeintliche Prominenz in Kultur, Politik und Sport.

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Vor dem Bieranstich durch Schirmherr Bernhard Lindner begrüßte Vorstand Lukas Götz und Präses Dr. Christian Schulz zusammen mit dem Ehrenpräses Thomas Eckert, den Vorständen des Hahnbacher KBV und des Aschacher Patenvereins, dem Festausschuss und den Ehrendamen das gut gefüllte Festzelt. Begleitet wurden sie von Matthias Meier auf dem Akkordeon und mit der „Burschenherrlichkeit“ eröffneten sie die vier Festtage, welche sie über 18 Monate lang perfekt vorbereitet hatten.

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„Hahnbach ist geil“ fand gleich eingangs Chris Böttcher, obwohl der Ort doch recht „überschaubar“ sei, unter anderem mit der antiken Tankstelle am Oberen Tor, der Paulersen Mare als Hofbräuhausersatz und dem Radlträgerdenkmal. Schnell hatte der Comedian die 1300 Zuhörer gewonnen, welche ihm zurufend, singend und klatschend 2,5 Stunden gerne folgten.

Viele Schauspieler, Sänger, Sportler, hier vor allem die Fußballer und das „Popperle“ und Politiker nahm er mit ihren Marotten und Eigenheiten präzise sezierend aufs Korn. Zu seinen Lieblingskünstlern avancierten dabei Udo Lindenberg (mit gestraffter Unterlippe), Herbert Grönemeyer (mit dem Halsknödel) und (Bi-Ba-Butzemann) Peter Maffay. Aber auch Carpendale, Heino, Silbereisen oder Gabalier parodierte er gekonnt und genial.

Unweigerlich wurden auch bekannte Politiker wie (die äußerlich asketische, doch innerlich heiße) Angela Merkel, Stoiber, Seehofer, Trump (mit einem zu fütternden Tier auf dem Kopf, das wohl Putin geschossen hat), Putin oder Erdogan, Sportler oder die FiFa in vielen Facetten konterkariert und mit spitzer Zunge in ihren Eigenheiten humorvoll und zur Freude der Zuhörer doch recht bissig vorgeführt.

Die Welt der Schönen und Reichen im TV mit ihren Models, dem Dschungelcamp, der DsdS, den Kochshows (wie Porno ohne Mitarbeiten), Bachelors oder der Shopping Queen entlarvte Böttcher als ideale Leckerbissen für den weißen Hai. Alexa, das Traumschiff, die Bundesweh, Parteien oder Ikea: kaum einen Bereich, den Böttcher verschonte und damit im Festzelt wahre Lachsalven lostrat.

Auch ganz alltägliche Themen wie Diäten, die von der AfD (asozial, fremdenfeindlich und dumm) geschürten Ängste vor einem Alpenmuezzin im Dubaital, Frauen und Männern über 40, intime Schwächen (mit seinem Geständnis: „Ich bin ein Heimscheisser“) oder gar Mamas oder Großeltern, welche jede Erziehung zunichtemachen, purzelten von der Bühne in Liedern und Gedichten und rasantem Tempo auf ein dankbares Publikum.

Geburtserlebnisse der Prominenz (Heino mit Brille, Lindenberg mit Hut), die Pubertät mit ihrer speziellen Jugendsprache (wie „Bodenfrostfühler“ für klein oder „Entsafter“ für Freundin), die Kirchensteuer und besonders die Esoterikszene, z.B. beim „Unterkuscheln“, die Männer als „Krone der Erschöpfung“ und mancher Vornamenwahnsinn wurde eingehend seziert und demontiert.

Böttcher bediente sicher viele Klischees und schlitterte immer wieder haarscharf an Peinlichkeiten vorbei. Doch gerade bei den fast schon liebevollen Alltagsszenen, auch und gerade der älteren Herrschaften, klang ein fast unverbrüchlicher Optimismus mit, der kein Problem mit einer CD im Grammophon und Ginseng im Sektkühler hat.

Das Publikum dankte ihm mit viel Applaus und rief ihn immer wieder zur Bühne zurück. Mit einem „Adieu“ seiner Protagonisten und seinem Ohrwurm „10 Meter geh‘n“ verabschiedete sich der „männliche Ersatz für Martina Schwarzmann“ von einer offensichtlich restlos begeisterten Fangemeinde. Geduldig und charmant plaudernd schrieb Böttcher noch ungezählte Autogramme seiner an diesem Abend eindeutig angewachsenen Fangemeinde.

Heute, Freitagabend, 17. Mai 2019, rocken die "Troglauer Buam" ab 21:30 Uhr das Festzelt auf der "Gock´l-Wies´n"/Vogelloh.

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Einlass ab: 18:00 Uhr! Ab 19 Uhr vorglühen mit

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Morgen, Samstagabend, 18.05.2019, werden im Festzelt die Quertreiber einheizen.

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Der Sonntag gehört dem Festgottesdienst um 9.30 Uhr, dem Frühschoppen mit Mittagstisch und Marktbläsern und vor allem dem großen Festzug mit fast 80 Vereinen ab 13.30 Uhr. Grögötz Weißbir wird danach die Festivitäten musikalisch in den Abend weiterführen und ausklingen lassen.

Musikkabarettist Chris Böttcher bot mit seinem Programm „Das Beste“ in der „Hahnbacher Olympiahalle“ beste Unterhaltung

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Zuletzt aktualisiert am Freitag, den 17. Mai 2019 um 12:24 Uhr  

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