Vilseck: Nach zwei Viehhändler-Familien Eschenwecker, über die wir berichteten, geht es heute mit dem 3. Eschenwecker-Viehhändler weiter
Viehhänder Franz Eschenwecker jun., geb.: geb. 1939, (bezeichnen wir ihn hier als Junior), wurde in dritter Generation Viehhändler
Franz und Elfriede Eschenwecker sind seit 1961 glücklich verheiratet

Sein Vater Franz sen. war ihm dabei ein großes Vorbild. Bei Christian Trummer musste der junge Franz das Metzgerhandwerk erlernen. Aber daran hatte er keine rechte Freude. Trotzdem legte er später auch noch die Meisterprüfung erfolgreich ab.
Besser aber gefiel es ihm, mit seinem Vater zu den Landwirten zu fahren, das Vieh im Stall zu begutachten und dann bei den Preisverhandlungen dabei zu sein. Den Beruf des Viehhändlers hat er sich größtenteils selbst angeeignet. Dabei konnte er viel von seinem Gehilfen, dem Gebertn-Sepp, lernen, der ein guter Menschenkenner war und ihm so manche Kniffe verraten hat.
Auf seinen Fahrten übers Land kam Franz jun. auch nach Fichtenhof und verliebte sich dort in die Wirtstochter Elfriede Kirsch. 1961 fand die Hochzeit statt, und Elfriede zog nach Vilseck in die Klostergasse. Bald stellte sich Nachwuchs ein. Es kamen die drei Kinder Christine, Rita und Franz zur Welt.
Da die junge Familie sich in der Klostergasse mit einem einzigen Zimmer begnügen musste, baute man 1964 in der Grabenstraße ein eigenes Wohnhaus. Das Schlachthaus wurde erweitert, und ein kleiner Verkaufsladen kam hinzu.
1974 übernahm Franz jun. den Betrieb. Während er sich hauptsächlich um den Viehhandel kümmerte, bediente seine geschäftstüchtige Frau mit steter Freundlichkeit die Kunden im Laden.
In den 1980er Jahren erfolgten wiederum notwendige Baumaßnahmen. Der Laden wurde erweitert und eine neue Wurstküche mit entsprechender Kühlung angebaut. Man belieferte nun auch kleinere Metzgereien, sowie Großverbraucher mit halben Schweinen und Rinderhälften.
Um auf dem neuesten Stand zu bleiben, investierte Familie Eschenwecker 1998 in einen Ladenneubau in der Grabenstraße; auf dem Vorplatz entstanden Parkplätze. Auch das alte Anwesen in der Klostergasse wurde abgerissen und an gleicher Stelle ein neues Wohnhaus erbaut. Franz und Elfriede zogen wieder zurück in ihre ursprüngliche Umgebung, indessen das Metzgerei-Fachgeschäft in der Grabenstraße weiter boomte und schon auf einen Nachfolger wartete.
Inzwischen arbeitete sich auch schon der nächste Eschenwecker-Nachkömmling im Betrieb ein
Bei der Einweihung des neuen Ladens im Januar 1999 ließ der Chef bereits anklingen, dass er am Jahresende das Familienunternehmen in jüngere Hände legen werde. Und so geschah es auch.
Aber noch war Franz jun. täglich unterwegs, um Schlachtvieh für den eigenen Betrieb zu kaufen, Fleisch auszuliefern und Tiere zum Schlachthof nach Erlangen zu bringen. Auch nach dem Erreichen des Rentenalters hatte er noch keine Lust, sich zur Ruhe zu setzen. Nichtstun war nichts für ihn. So machte er quasi hobbymäßig noch zehn Jahre weiter, bis er schließlich 2014 endgültig das Ruder, sprich das Steuer, aus der Hand gab. Er war halt ein Viehhändler mit Leib und Seele. Über seinen Nachfolger berichten wir wieder.
Drei Eschenwecker-Generationen haben sich zum Weihnachtsfest 1967 eingefunden
(vorne von links) Christine, Opa Franz sen., Franze, Oma Maria und Rita. (Hinten von links): Paul, Hermann, Elfriede, Anton und Franz jun.

Auch sei noch erwähnt, dass Franz jun. ein guter Tenorsänger war und 24 Jahre das Amt des ersten Vorsitzenden im Liederkranz innehatte.
Vilseck: Eschenwecker – in Vilseck ein Begriff - Vier Generationen Viehhändler
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Fortsetzung folgt!
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