Adlholz: Der „Modl-Holz-Stodl“ wird schon bald das neue, schlagende Herz inmitten der Ortschaft Adlholz sein

Nach Jahren der Planung und Arbeit steht das Gemeinschaftsprojekt der örtlichen Vereine, der Feuerwehr, der Landjugend und der Dorfgemeinschaften des Adlholztals vor seiner Vollendung

Am Montag, 22. Juni, um 16.30 Uhr findet die offizielle Einweihung statt. Als Vertreter der Staatsregierung wird dazu Bayerns Finanz- und Heimatminister Albert Füracker erwartet.

Das Ergebnis der Mühen ist ein schmucker Treffpunkt für Jung und Alt, der das Vereinsleben und das Miteinander im Adlholztal beleben soll.

Die Anlage befindet sich direkt neben dem neu errichteten Kinderspielplatz und der sanierten „Schwemm“, einem Feuerlöschteich an einer gefassten Quelle, die künftig auch zum Kneippen einlädt.

Bis zur Fertigstellung war es jedoch ein weiter Weg, betonte Ortssprecher Matthias Köstler

Ein Gremium aus Verantwortlichen um Gemeinde, Feuerwehr, Landjugend und Ortsvorsteher hat viel Zeit und Kraft investiert, um das Projekt erfolgreich zu realisieren. Das nächste Großereignis wirft bereits seine Schatten voraus: Vom 10. bis 12. Juli feiert die Modlholzer Kirwa an neuer Stätte ihre Premiere.

Vom Gasthof zum Traditions-Hof

Die Standortsuche war nicht ohne Hürden. Ursprünglich war die Fläche des abgerissenen Gasthofs „Blitz“ am Ortsrand vorgesehen.

Nach der Idee von Dominik Sachsenhauser und einem Gespräch mit Matthias Köstler tat sich jedoch die Möglichkeit auf, das Gemeinschaftshaus auch auf dem geschichtsträchtigen „Mauererhof“, der schon immer der traditionelle Dorfmittelpunkt war zu realisieren. Das Amt für ländliche Entwicklung befürwortete sofort diesen neuen Vorschlag und die zentrale Innenortslage.

Schließlich wurde dort einst im gemeinsamen Ofen Brot gebacken, man traf sich am Milchbankerl zum Ratschen, und der Hof diente Generationen von Schulkindern als Sammelplatz und Bushaltestelle. Nach der Schule spielten die Kinder dort Völkerball oder Verstecken.

Der Hausname der Familie Köstler geht auf die Berufe der Vorfahren zurück, die unter anderem die alte Dorfkapelle gegenüber errichteten. 1982 übergab Georg Köstler den Hof an seinen Sohn Albert, 2015 ging er an dessen Sohn Matthias über, der ihn mit Frau und Sohn bewirtschaftete. Die Entscheidung für den Verkauf fiel ihm zunächst nicht leicht. „Wenn es nicht fürs Gemeinwohl gewesen wäre, hätt‘ ich ihn nicht hergegeben“, betont Matthias Köstler. „Da hängen so viel Geschichte und wertvolle Erinnerungen dran.“

Nach Veräußerung an die Gemeinde Hahnbach, fand die Hofstelle 2021 am Ortsrand neben dem bestehenden Wohnhaus seine neue Heimat.

Neues Heim für Feuerwehr und Jugend

Im August 2023 starteten die Arbeiten mit dem Teilabbruch des Stodels und dem Neubau des Feuerwehrgerätehauses. Im Bestand entstand ein Multifunktionsraum samt Schankbericht und Küche für diverse Veranstaltungen. Es können nun auch Bänke und Utensilien für die alljährliche Kirwa gelagert werden.

Bislang war man nämlich gezwungen, all die Utensilien auf verschiedenste Privathäuser zum Verstauen aufzuteilen, worüber sich nun natürlich auch so manche „Herbergsfamilien“ sehr freuen.

Auch das einstige Wohnhaus des Köstler Anwesens wurde grundlegend saniert. Im Erdgeschoss bietet es nun ein „Floriansstüberl“ für die Feuerwehr, eine kleine Küche und Sanitärräume. Im ersten Stock findet die Adlholzer Landjugend ihr neues Domizil, zudem gibt es Platz für ein kleines Büro und einen Lagerraum.

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